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Prävention von chronischen Schmerzen

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Prophylaxe ist die beste Maßnahme gegen die Chronifizierung von Schmerzen, indem Risikofaktoren für eine Chronifizierung frühzeitig erkannt werden und im Behandlungskonzept Beachtung finden. Ein adäquater Umgang mit akutem Schmerz und eine therapeutische Sichtweise auch schon bei der Behandlung von akutem Schmerz, die biologische, psychische und soziale Faktoren gleichermaßen berücksichtigt, stellt die beste Prävention dar.

Die Unterscheidung zwischen akutem und chronischem Schmerz und das Wissen um bio-psycho-soziale Risikofaktoren der Chronifizierung ist dafür Voraussetzung. Bei ersten Anzeichen einer Chronifizierung, d.h. bei Erfolglosigkeit von therapeutischen Maßnahmen, Anhalten der Schmerzen über den zu erwartenden Zeitraum oder Hinzukommen neuer Schmerzorte ("spread of pain") und bei in den Vordergrund tretenden psychosozialen Faktoren ist eine multimodale Therapie notwendig.

Die Therapie von Patienten mit Schmerzen erfordert also eine therapeutische Haltung, die den Menschen als Ganzheit sieht. Wird diese Gesamtheit vernachlässigt, wird Chronifizierung gefördert.

In diesem Artikel werde ich zunächst Allgemeines über Schmerz, beispielsweise die Unterscheidung akut-chronisch und das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell, erläutern sowie an Hand von einigen Zahlen die Brisanz von chronischem Schmerz darstellen und im zweiten Teil auf die Prävention von chronischen Schmerzen eingehen.

In:


Physiotherapie. Fachzeitschrift des Bundesverbandes der
Diplomierten PhysiotherapeutInnen Österreichs,
2003